Schroeters Weblog

Beiträge zur Islam-Aufklärung

Archive for Oktober 2008

Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf meinen Offenen Brief

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Antwort

der

Deutschen Bischofskonferenz (DBK)

auf meinen Offenen Brief

 

Am 06.10.2006 schickte ich an alle 66 Mitglieder der DBK per Post meine Stellungnahme zu ihrer „Orientierungshilfe“ zum „Moscheebau in Deutschland“ in Form eines Offenen Briefes. Meinen Aufsatz „Islam – eine Politreligion?“ fügte ich hinzu. Ich veröffentlichte beides außerdem in meinem Weblog (https://schroeter.wordpress.com).

 

Inzwischen habe ich viele Fragen nach der Antwort der Bischöfe erhalten.

Hier nun das Ergebnis. Es gab zwei Reaktionen:

 

1) Ein Bischof bedankte sich herzlich bei mir für meine „Mitsorge“.

2) Helmut Wiesmann, der Leiter des Referats Islam (u. a.) der DBK, verbreitete umgehend den folgenden „Hinweis“ per E-mail, der an mich weitergeleitet wurde:

 

„Bonn, den 08.10.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend gebe ich einen Hinweis auf die Reaktion von Frau H. Schröter auf die Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz zum Moscheebau in Deutschland weiter:

Offensichtlich falsch, irreführend und geradezu gefährlich ist die von Frau Schröter und anderen verbreitete Auffassung, der Islam sei keine Religion und folglich sei islamische Religionsausübung nicht von Art. 4 GG gedeckt.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Wiesmann“

 

Mein Kommentar dazu:

Der von Herrn Wiesmann weitergeleitete „Hinweis“ ist aus mehreren Gründen bemerkenswert:

Der Verfasser behauptet, meine Stellungnahme zur „Orientierungshilfe der DBK zum Moscheebau“ sei „offensichtlich falsch, irreführend und geradezu gefährlich“. Er macht aber nicht einmal den Versuch, sein Verdikt zu begründen. Er scheint keine Argumente zu haben. Gefährlich kann meine Stellungnahme nur sein, wenn sie der Wahrheit entspricht. Denn die Wahrheit ist bekanntlich der gefährlichste Feind aller Lügen und Halbwahrheiten. Erstaunlich ist auch, dass Herr Wiesmann den nichtssagenden Hinweis verbreitet hat, wahrscheinlich auch an die Bischöfe. Schätzen er und sein Vorgesetzter diese für so unbedarft ein, dass sie meinen, die Bischöfe könnten mit dem Hinweis etwas anfangen?

Wenn im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz „Fachleute“ wie Helmut Wiesmann tätig sind und Personen wie der Jesuit Prof. Dr. Christian Troll in der Unterkommision Islamfragen mitwirken, braucht man sich über Papiere der DBK zum Islam wie das zum Moscheebau nicht zu wundern. Prof. Troll befürwortet den Bau von „Kathedralmoscheen“. Die Eröffnung der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh, der größten Moschee in Deutschland, bezeichnete er als „gute Nachricht“. Diese Bezeichnung ist wohl auf dem Hintergrund zu lesen, dass das Evangelium immer mal wieder als „gute Nachricht“ bezeichnet wird. Denn so heißt bekanntlich das griechische Wort „Evangelium“ auf Deutsch.

An der Eröffnung der Merkez-Moschee am 26.10. nahm auch der Bischof von Essen, Dr. Felix Genn, teil. Hat er den Koran nicht gelesen? Kennt er die Geschichte der Christenverfolgungen durch Muslime nicht. Weiß er auch nichts von den Christenverfolgungen, die heute in etlichen islamischen Staaten stattfinden?

Die katholische Kirche feiert derzeit den zweitausendsten Geburtstag des Apostels Paulus. Hätte Paulus an der Einweihung einer Kultstätte teilgenommen, in der künftig tagtäglich die Trinität und damit eine wesentliche Glaubensaussage des Christentums bestritten wird?

Ralph Giordano dagegen warnt vor den DITIB-Megamoscheen, von denen die türkische Religionsbehörde  in Deutschland weitere 200 zu bauen beabsichtigt. Die Moscheen sind nun mal politische Stützpunkte und nicht „Gotteshäuser“ bzw. „Gebetshäuser“. Sie sind Zentren der Politreligion Islam, die keine Religion i. S. unseres Grundgesetzes ist. Wann werden solche Tatsachen wohl von allen deutschen Bischöfen und von Leuten wie Helmut Wiesmann und Prof. Dr. Christian Troll zur Kenntnis genommen.

 

Es stellen sich weitere Fragen: Hat der Widerstand gegen die Ausbreitung der Politreligion Islam und damit gegen eine neue Gefahr für die Demokratie einen neuen Gegner? Die Deutsche Bischofskonferenz? Erkennt sie mehrheitlich nicht die Zeichen einer schleichenden Islamisierung und damit der Ausbreitung einer totalitären Ideologie? Oder wie ist das Schweigen der Mehrheit der Bischöfe zu deuten?  

 

Dr. Hiltrud Schröter, 27.10.2008   

 

 

Diese Info sende ich per Post an den Vorsitzenden der DBK Dr. Robert Zollitsch und an den Bischof in „Mitsorge“ und per e-mail an H. Wiesmann und Prof. Dr. Troll.

     

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Written by schroeter

Oktober 29, 2008 at 12:22 pm

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Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz zum Moscheebau

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Dr. Hiltrud Schröter 60439 Frankfurt/Main, 06.10.2008

Herrn Erzbischof
Dr. Robert Zollitsch
– Vorsitzender der DBK –
Herrenstr. 9
79098 Freiburg

Offener Brief
an
alle Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz (DBK)

Sehr geehrter Herr Erzbischof Dr. Zollitsch!
Sehr geehrte Herren Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe und Weihbischöfe
in der Deutschen Bischofskonferenz!

Hiermit nehme ich Stellung zu Ihrer Veröffentlichung „Moscheebau in Deutschland. Eine Orientierungshilfe der deutschen Bischöfe.“ In großer Sorge und auch Verärgerung erlaube ich mir, deutliche Kritik zu üben an Ihrem Text und an Ihnen als obersten religiösen Autoritäten der katholischen Kirche in Deutschland.

Ich befasse mich seit 1986 intensiv mit dem Islam und habe vier Sachbücher dazu verfasst. Auch Vorträge und Diskussionsveranstaltungen gehören zu meiner inneren Verpflichtung, einen Beitrag zu leisten zur Aufklärung über den Islam. Übrigens haben wir, Herr Zollitsch und ich, uns am 02.12.2004 im Rahmen einer Lehrerfortbildung zum Thema Islam in Hohritt kennen gelernt, wo ich als Referentin eingeladen war.

Sie veröffentlichen den Text zum Moscheebau als „Orientierungshilfe“. Er ist jedoch vielmehr ein Beitrag zur Irrleitung und Desinformation über den Islam. Ich stimme Ihnen völlig zu in Ihrem Wunsch nach „guten Beziehungen zu den Muslimen“, nicht jedoch Ihrer Einschätzung des Islam als Religion und damit dem Recht auf Religionsfreiheit (GG Art. 4) in Übereinstimmung mit dem Christentum. Ihr Text erweckt den Eindruck, als ob Sie Ihrer eigenen Aussage nicht trauen. Zu oft, insgesamt 10mal, reden Sie von „Religionsfreiheit“ und fordern diese für den Islam. Damit beweisen Sie kontinuierlich Ihre Unkenntnis bzgl. der Eigenart des Islam und beteiligen sich am Verharmlosungsdiskurs in Kirchen, Politik und Medien. Der Islam ist eben nicht nur Religion, sondern im wesentlichen Gesellschafts- und Staatsideologie mit eigener Werte- und Rechtsordnung. Das islamische Recht (Scharia) basiert auf einem Überlegenheits- und Herrschaftsanspruch, der nicht kompatibel ist mit unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung. Ebenso sind die islamischen Menschenrechtserklärungen (1981 und 1990) unvereinbar mit unserem Menschenrechtsverständnis. Der Islam ist eine Politreligion mit totalitären Strukturen und mit dem Ziel des Endsiegs über alle Weltanschauungen und Religionen, auch über das Christentum.

Ihre „Orientierungshilfe“ ist ein Beitrag zur Selbstvernichtung des Christentums und unserer Demokratie, deren Wurzeln im jüdisch-christlichen Denken und in der Aufklärung ruhen. Außerdem unterstützen Sie den kontinuierlich wachsenden Import des türkischen Nationalismus, wenn Sie den Bau von Moscheen der DITIB, des VIKZ und von Milli Görüs befürworten und damit auch Ihre Zustimmung zu Koraninternaten geben. Ihre „Orientierungshilfe“ zum Bau von Moscheen impliziert ebenfalls Ihre Zustimmung zur Finanzierung durch Gelder aus Saudi-Arabien und dem Iran. Die von dort unterstützten Verbände vertreten eine totalitäre Politreligion, den Grundsatz der Verschiedenheit im Recht und damit den Patriarchalismus. Nicht-Muslime sind Menschen zweiter Klasse.

Auch die 1889 gegründete Ahmadiyya-Bewegung des Islam hat als Ziel den weltweiten Sieg des Islam, der Scharia und ihres Kalifats. Zu ihrer Strategie gehört ihr „100-Moscheen-Projekt“ für Deutschland. Leitmotiv ihrer Lehre sind die Worte ihres Gründers: „Ich bin gekommen, das Kreuz zu brechen und das Schwein zu vernichten“. Die Vernichtung des Christentums und der Endsieg sind Bestandteil der Lehre aller Ahmadiyya-Kalifen. So sagte z. B. der 5. Kalif am 24. August 2008 auf der Jahresversammlung in Mannheim: „Der Sieg wird uns geschenkt werden… Ahmadiyya wird die Oberhand auf der ganzen Welt erzielen.“ Wollen Sie und sollen katholische Pfarrer und Gemeinderäte zu diesem „Geschenk“ beitragen? Ihre „Orientierungshilfe“ ermuntert dazu.

Ich habe am 1. Oktober 2008 hier in Frankfurt/Main einen Vortrag gehalten zum Thema „Islam – eine Politreligion?“ Per Post sende ich Kopien an alle 66 Bischöfe der DBK und füge diesen Offenen Brief hinzu. Außerdem setze ich den Brief in mein für Islam-Aufklärung eingerichtetes Weblog, wo auch der genannte Vortrag veröffentlicht ist unter dem Titel „Islam – eine Politreligion und totalitäre Ideologie?“
https://schroeter.wordpress.com

Mit freundlichem Gruß
Dr. Hiltrud Schröter

Sachbücher zum Islam von Hiltrud Schröter:
Das Gesetz Allahs. Menschenrechte, Geschlecht, Islam und Christentum. Ulrike Helmer Verlag, Königstein 2007, 19,90€
Arabesken – Studien zum interkulturellen Verstehen im deutsch-marokkanischen Kontext. Verlag Peter Lang, Frankfurt/Main u. a. (1)1997, (3)2005, 39€. Die Dissertation wurde mit dem Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen ausgezeichnet.
Ahmadiyya-Bewegung des Islam. Verlag Hänsel-Hohenhausen, Deutsche Hochschulschriften 1206, Frankfurt/Main (1)2002, (4)2005, 18€
Mohammeds deutsche Töchter. Bildungsprozesse, Hindernisse, Hintergründe. Ulrike Helmer Verlag, Königstein / Taunus, (1)2002, (2)2003, 20€
Allahs Irrleitung. Beitrag Schröters in Armin Geus, Stefan Etzel (Hrsg.): Gegen die feige Neutralität. Beiträge zur Islamkritik. Basilisken-Presse, Marburg/Lahn 2008. 24€

Written by schroeter

Oktober 7, 2008 at 18:24 pm

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